Ausgelernt und SUPER-zufrieden: Erster Präzisionswerkzeugmechaniker bei ZECHA

Philipp Hamann, 20 Jahre alt, kann entspannt nach vorne schauen: Als einer der ersten ausgelernten Präzisionswerkzeugmechaniker in Pforzheim stehen ihm viele Türen offen.

Noch schöner ist es, dass er, als häufig bezeichnetes „Versuchskaninchen“, sehr zufrieden mit seiner Ausbildungswahl ist und diese nur weiterempfehlen kann.

Der Ausbildungsberuf Präzisionswerkzeugmechaniker (m/w/d), bei der Einführung 2010 noch Schneidwerkzeugmechaniker (m/w/d) genannt, ist zwar noch jung aber dennoch sehr interessant. Im Vergleich zum bspw. „klassischen“ Feinwerkmechaniker erhalten Auszubildende eine zielgerichtetere und passgenauere Ausbildung zur Herstellung verschiedener Zerspanungs- und Stanzwerkzeuge im Berufsalltag.

Philipp Hamann hat den Sprung in unbekannte Gewässer gewagt und diesen nicht bereut:

Wieso eine Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker?

Mein Vater ist selbst Schleifer und hat mich schon als Kind mit seiner Begeisterung angesteckt. Für mich war deswegen klar, dass ich eine Ausbildung im Bereich der Metalltechnik machen möchte und habe mich querbeet beworben. Bei ZECHA habe ich mich dann für eine Ausbildung als Feinwerkmechaniker entschieden.

Als Feinwerkmechaniker?

Zu Beginn meiner Ausbildung wurden bei ZECHA noch keine Präzisionswerkzeugmechaniker ausgebildet. 2016 wurde der Beruf dann in das Ausbildungsprogramm aufgenommen. Ich bat darum, meine Ausbildung wechseln zu dürfen, weil ich hier die verschiedenen Schleiftechnologien und -verfahren zur Herstellung von Zerspanungswerkzeugen spezieller erlernen kann. Dinge, die mich aufgrund meines Vaters interessieren und ich bei ZECHA fast 1:1 umsetzen kann.

Was charakterisiert den Beruf als Präzisionswerkzeugmechaniker?

Es ist das Gesamtpaket, worauf es ankommt. Verschiedene Verfahren und Werkstoffeigenschaften müssen ideal kombiniert werden, damit genau das geforderte Ergebnis erzielt wird – und das mit höchster Präzision!

Wie sind die Zukunftschancen?

Sehr gut! Die erlernten Fähigkeiten sind nicht nur bei ZECHA, sondern in der gesamten Region sehr gefragt und vielseitig einsetzbar. Wenn man möchte, kann man auch eine Weiterbildung, wie bspw. einen Meister, obendrauf machen.

Welche Fähigkeiten/Interessen braucht man zum Präzisionswerkzeugmechaniker?

Man sollte ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis und Fingerfertigkeit mitbringen. Auch Geduld ist gefragt. Dabei muss man nicht von Anfang an alles können – Geduld war zu Beginn nicht meine größte Stärke. (Lacht)

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eigentlich im klassischen dualen System. Die Besonderheit ist allerdings, dass aktuell nur die Berufsschule in Bad Neustadt an der Saale diesen speziellen Beruf ausbildet. Im ersten Lehrjahr entscheidet der Lehrbetrieb, ob der Auszubildende direkt mit dem Blockunterricht in Bad Neustadt beginnt oder das erste Jahr gemeinsam mit Feinwerkmechaniker-Azubis an der Heinrich-Wieland-Schule verbringt. Die Lehrjahre zwei bis vier finden dann blockweise im Ausbildungsbetrieb und in Bad Neustadt statt.

Blockunterricht am Standort Neustadt an der Saale: Vorteil oder Hindernis?

Die Entfernung war zuhause tatsächlich ein Thema, aber ich habe dort einen großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gemacht und mich weiterentwickelt. Das gemeinschaftliche Miteinander war sehr gut. Außerdem hatte man vor Ort und bei ZECHA immer hilfsbereite Ansprechpartner.

Was hat dir bei deiner Ausbildung besonders gut gefallen?

Das Werkzeugschleifen an sich und das Hochgefühl, wenn man eine schwere Aufgabe erfolgreich geschafft hat. Schön war auch, dass man nicht einfach der „Stift“ war, sondern fachlich und persönlich ernst genommen wurde.

Wieso eigentlich ZECHA?

Ich komme aus einem Nachbarort von ZECHA, deswegen kannte ich die Firma bereits etwas. Schlussendlich haben mich der auf Anhieb gute Draht zu meinem Ausbilder und die feinen Werkzeuge überzeugt. Die Kombination aus filigranen, kleinsten Formen bei gleichzeitig hoher Präzision und minimalen Toleranzen faszinieren mich immer noch.

Würdest du die Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker weiterempfehlen und warum?

Auf jeden Fall! Weil es ein hochspezialisierter gefragter Beruf mit vielfältigen Aufgaben ist und man mit modernster Mess- und Schleiftechnik arbeiten darf.

Welche Tipps würdest du interessierten und angehenden Präzisionswerkzeugmechanikern geben?

So viele Praktikas wie möglich machen und speziell bei ZECHA: Immer auf den Ausbildungsbetreuer hören, er hat in den meisten Fällen Recht!

Hier unsere Ausbildungsmöglichkeiten.

    

Weitere Informationen:
ZECHA Hartmetall- Werkzeugfabrikation GmbH
Benzstraße 2
75203 Königsbach-Stein
Tel: +49 (0)7232 3022-0
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www.zecha.de

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